Worin sich das von Webanalyse unterscheidet
Ein Analysewerkzeug läuft im Browser. Um wiederkehrende Besucher zu erkennen, muss es etwas auf dem Gerät ablegen, und genau daran hängt die Einwilligungspflicht.
Eine Klickstatistik entsteht auf dem Server, beim Durchlauf. Jemand tippt den Link an, die Anfrage wird notiert, die Weiterleitung erfolgt. Auf dem Gerät bleibt nichts zurück.
Man sollte offen sagen, was damit nicht geht: Sie sehen nicht, was die Person nach der Ankunft getan hat, und Sie können zwei Besuche derselben Person nicht verbinden. Sie sehen, wie viele kamen, ungefähr woher und von wo aus.
Was Sie sehen
- Klicks und Scans je Link und insgesamt, in Echtzeit.
- Land und Stadt, aus der Anfrage abgeleitet und nicht aus einer dauerhaften Kennung.
- Gerät, Browser und Betriebssystem, also wie groß der mobile Anteil ist.
- Die Herkunft: welche Seite oder App vor dem Klick kam.
- UTM-Parameter, sofern gesetzt, damit Kampagnen getrennt bleiben.
Um zu entscheiden, ob ein Flyer seinen Preis wert war oder welches Netzwerk wirklich Menschen schickt, reicht diese Liste.
Der rechtliche Rahmen in einem Absatz
Das ist keine Rechtsberatung, und Ihre Pflichten hängen davon ab, was Sie sonst noch einsetzen.
Die Einwilligungspflicht knüpft daran an, dass Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden. Das Zählen einer Anfrage auf dem eigenen Server tut das nicht. Die Datenschutz-Grundverordnung gilt weiterhin für personenbezogene Daten, weshalb es sinnvoll ist, grob zu bleiben: Land und Stadt statt genauer Ortung, und kein Profil zu einer Person.
Was erfasst und wie lange gespeichert wird, steht im Datenschutzhinweis und auf der Datenschutzseite von Digily Link.
Ein Link pro Einsatzort
Die Gewohnheit, die das Ganze nützlich macht, ist ein eigener Link je Einsatzort.
Gleiches Ziel, verschiedene Adressen: einer je Profil, einer für den Newsletter, einer für die gedruckte Karte, einer für die Messe. Der Besucher merkt keinen Unterschied, Sie bekommen eine saubere Antwort.
Das kostet eine Minute pro Link und macht aus einem vagen Eindruck etwas, mit dem man arbeiten kann.
Zahlen lesen, ohne sich zu täuschen
Zwei Hinweise, die alle einmal auf dieselbe Weise lernen.
Die erste Woche sind überwiegend Sie selbst. Ihre Tests, Ihre Kolleginnen und wer den Link für Sie geprüft hat. Warten Sie, bis dieses Rauschen abklingt.
Und eine Summe allein sagt nichts. Hundert Klicks sind gut oder schlecht, je nachdem, woher sie kamen und was sie gekostet haben. Vergleichen Sie Links miteinander, nicht mit einer Zahl im Kopf.
Was gar keine Spur hinterlässt
Ein Markt, eine Messe, ein Plakat, eine Erwähnung im Radio. Nichts davon sendet eine Herkunft, alles landet als Direktzugriff.
Ein eigener Kurzlink auf der Karte oder dem Plakat ist der einzige Weg, das sichtbar zu machen. Geben Sie der Messe einen eigenen Link, und Sie wissen, wie viele dieser Gespräche am Abend zu einem Besuch geführt haben.
Wer das einmal ausprobiert, macht es weiter, weil die Antwort fast immer in die eine oder andere Richtung überrascht.